Aufruf: Erlebnisse aus 100 Jahren Emil-Frick-Haus

Die Jugendhilfe Essen (JHE) feiert den 100. Geburtstag des Emil-Frick-Hauses. Am 18. August 1921 reichte Dr. E. H. Karl Goldschmidt das Baugesuch für das Idyll oberhalb des Baldeneysees ein. Seit einem Jahrhundert freuen sich Kinder und Jugendliche, das mittlerweile denkmalgeschützte Fachwerkhaus in Bredeney zu besuchen und auf dem weitläufigen Gelände zu toben.

100 Jahre Emil-Frick-Haus (v.l.n.r.): Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, Silvia Onbasi, Leitung des Emil-Frick-Hauses, und Melanie Hackbarth, Teamleitung der Jugendhilfe Essen, vor dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Archivfoto: Capitain/JHE

Schöne Erinnerung: Ursula Wiefelspütz war vor über 60 Jahren mit ihrer Sportgruppe im Emil. Fotos: Archiv

Glückliche, aber tragische Freundschaft: In Erinnerung an Pflegesohn Emil-Frick (Foto) errichtete Karl Goldschmidt das gleichnamige Haus.

Jetzt möchte die JHE gemeinsam mit Freunden und ehemaligen Gästen feiern und auf 100 Jahre Erinnerungen zurückschauen: „Dazu suchen wir schöne Geschichten und alte Fotos von Freizeiten bei uns“, erzählt Silvia Onbasi, Leiterin des Emil-Frick-Hauses, „was habt ihr erlebt? Woran erinnert ihr euch besonders gerne, wenn ihr an das Emil denkt? Was verbindet ihr mit dem Haus?“
Ursula Wiefelspütz beispielsweise kam vor Kurzem auf einen Spaziergang am Baldeney 42 rum und brachte einen historischen Schnappschuss vorbei. Sie war vor über 60 Jahren mit ihrer Sportgruppe im Emil, hatte dort eine gute Zeit und freut sich, dass auch heute noch Kinder und Jugendliche die JHE-Einrichtung im Essener Stadtwald besuchen können.

Erinnerungen bis 18. August einsenden
Generationen von Essener*innen schicken ihre eigenen Erinnerungen und Bilder bis 18. August entweder per Mail an emil.frick@jh-essen.de, postalisch an Emil-Frick-Haus, Baldeney 42, 45134 Essen, oder hinterlassen einen Facebook-Kommentar auf @emil.frickhaus. Wer möchte, kann die Fotos ebenfalls unter Corona-Regeln vorbeibringen und seine Geschichte persönlich erzählen. Die Öffnungszeiten des Emils sind Montag bis Freitag von 7 bis 14.30 Uhr.
Wenn Corona es erlaubt, findet dann am 18. August eine Open-Air-Ausstellung mit den schönsten Erinnerungen statt. Sonst werden die Momente digital veröffentlicht: „Wir sind gespannt auf schöne, lustige, glückliche, traurige und aufregende Geschichten“, erzählt Hausleitung Silvia Onbasi.

Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, ist angetan von der Aktion: „Gerade erst haben wir im Essener Norden die Jugendfarm und die Palme 7 aufgewertet. Jetzt richten wir mit dieser Aktion unsere Aufmerksamkeit auf diese besondere Einrichtung im Essener Süden. Das Team vor Ort hatte die Idee, die ehemaligen Besucherinnen und Besucher zu beteiligen und die vielen Erinnerungen zu sammeln. Wir freuen uns auf die vielen Einsendungen und Erlebnisse aus 100 Jahren Emil-Frick-Haus.“

Zur Historie: tragische Jugendfreundschaft
Das Emil-Frick-Haus wurde 1921 von Dr. Phil. Dr. Ing. E. H. Karl Goldschmidt zur Erinnerung an eine glückliche, aber tragische Jugendfreundschaft geplant und mit Hilfe einiger Freunde erbaut. Goldschmidts jüngster Sohn Wilhelm wuchs zusammen mit Pflegekind Emil Frick aus der Schweiz auf. Die Beiden besuchten von 1908 bis 1914 gemeinsam das Goethe-Gymnasium. In seine Heimat zurückgekehrt fand Emil Frick im Sommer 1915 bei einer Hochtour in den Berner Alpen den Tod. Sein Freund Wilhelm Goldschmidt fiel im Frühjahr 1918 im Krieg. Architekten des Hauses waren Georg Metzendorf und Carl Mink. Metzendorf entwarf auch die Margarethenhöhe.
Gemäß des ursprünglichen Stiftungszwecks ist das Emil heute ein idyllischer Ort für Kinder und Jugendliche aus ganz Essen und ein landschaftlich reizvoller Ort für Naherholung.

100 Jahre Emil-Frick-Haus (v.l.n.r.): Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, Silvia Onbasi, Leitung des Emil-Frick-Hauses, und Melanie Hackbarth, Teamleitung der Jugendhilfe Essen, vor dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Archivfoto: Capitain/JHE

Schöne Erinnerung: Ursula Wiefelspütz war vor über 60 Jahren mit ihrer Sportgruppe im Emil. Fotos: Archiv

Glückliche, aber tragische Freundschaft: In Erinnerung an Pflegesohn Emil-Frick (Foto) errichtete Karl Goldschmidt das gleichnamige Haus.

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