Bingo! Neuer Anleiter bei GWA PLUS ist „Tauben-Ingo“

Seit Anfang August ist Ingo Schmidt neuer Praxisanleiter des Stadttaubenprojekts der Jugendberufshilfe Essen (JBH). Zwölf Jahre schon betreut die JBH im Rahmen der vom JobCenter Essen finanzierten Gemeinwohlarbeit PLUS den Taubenschlag auf dem AllbauHaus und hat in dieser Zeit dafür gesorgt, dass die Population in der Essener Innenstadt von früher 1.200 auf nun 300 gesunken ist. „Tauben-Ingo“ hat sich gut eingelebt und bringt einen außergewöhnlichen Erfahrungsschatz mit.

Auf einen guten Start (v.l.n.r.)! Ingo Schmidt, neuer Praxisanleiter im Stadttaubenprojekt, wird von Katharina Fey, JBH-Bereichsleiterin Beschäftigung & Vermittlung, und Thomas Wittke, Geschäftsführer Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, willkommen geheißen. Fotos: Müller/JBH

Schnelle Eingewöhnung: Ingo Schmidt hat Spaß an der Arbeit sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den Tieren.

So ist das Prinzip: Praxisanleiter Schmidt zeigt Geschäftsführer Thomas Wittke eines der Gipseier.

Seine berufliche Laufbahn begann Schmidt als Kraftfahrzeugelektriker. Danach war er vier Jahre bei der Bundeswehr und unterrichtete Jugendliche in der Ausbildung. Nächster Stopp war der Autohersteller Opel: Dort arbeitete er ein Vierteljahrhundert in der Qualitätssicherung, bevor er nach Schließung des Bochumer Werks in 2014 zum Lokführer umsattelte. Aber die Stelle im Führerhaus lag ihm nicht: „Das ist zu einsam“, findet der 55-Jährige, „mir hat der Kontakt zu den Menschen gefehlt.“ Die vergangenen vier Jahre schließlich verbrachte er in der Marktraumumstellung.
Dann sprach ihn sein Freund Bernd Krug aus dem Jugendberufshilfe-Projekt „AufSteiger“ an: „Was hältst du denn von Tauben? Wir haben da gerade eine Stelle ausgeschrieben.“ Das Multitalent Schmidt bewarb sich auf den Anleiter-Job, beide Seiten waren sich gleich sympathisch und am 3. August schloss er zum ersten Mal den Taubenschlag am Kopstadtplatz auf.

Sinnstiftende Tätigkeit für die Teilnehmenden
„Die Arbeit mit den Tieren macht mir Spaß“, erzählt der frischgebackene JBH-Praxisanleiter nach den ersten drei Wochen Eingewöhnungszeit. Und auch mit den Jugendlichen hat Schmidt durch seine positive Ausstrahlung sofort geklickt: „Ich komme super mit ihnen klar.“ Eine Teilnehmerin wollte sogar ihre Maßnahme verlängern, um weiter im Projekt arbeiten zu können.
Bis zu zwölf Jugendliche kümmern sich um den Taubenschlag. Damit die Population in der Innenstadt weiter auf einem konstanten Level bleibt, werden die Eier der Vögel regelmäßig durch Gipsattrappen ausgetauscht: Im Moment sind es um die vier pro Woche. Als Ausgleich bekommen die Tiere jede Menge Service und die Jugendlichen einiges an Arbeit: Die Teilnehmenden besorgen die Fütterung der Tauben, reinigen Dach, Käfige und Schlag oder führen Listen über die Eier. Die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung ist kein Problem, weil sich die Arbeit gut aufteilen lässt.

„Ingo Schmidt ist ein Mensch mit einem reichen Erfahrungsschatz, der wegen seiner offenen Art für die Arbeit mit den Jugendlichen wie geschaffen ist“, bestätigt Thomas Wittke, Geschäftsführer von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe, nach einem Besuch am Kopstadtplatz. „Im Stadttaubenprojekt tragen wir zur Sauberkeit der Innenstadt bei und helfen, ihre Attraktivität zu steigern. Auch für die Jugendlichen ist es ein gutes Gefühl, so einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen.“

Auf einen guten Start (v.l.n.r.)! Ingo Schmidt, neuer Praxisanleiter im Stadttaubenprojekt, wird von Katharina Fey, JBH-Bereichsleiterin Beschäftigung & Vermittlung, und Thomas Wittke, Geschäftsführer Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen, willkommen geheißen. Fotos: Müller/JBH

Schnelle Eingewöhnung: Ingo Schmidt hat Spaß an der Arbeit sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den Tieren.

So ist das Prinzip: Praxisanleiter Schmidt zeigt Geschäftsführer Thomas Wittke eines der Gipseier.

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