OGS: Adolf Reichwein zeigt sich „facettenreich“

Mit „Facettenreich“ haben Jugendhilfe Essen (JHE) und Jugendamt der Stadt Essen ein innovatives pädagogisches Konzept für ein harmonisches Miteinander entwickelt, das nach und nach Einzug an den 53 Grund- und vier Förderschulen des Offenen Ganztags (OGS) hält. An der Altenessener Adolf-Reichwein-Schule gestalteten nun Kinder mit Hilfe der Künstler*innen Jachya Freeth und Susanne Wolff mit kreativen Motiven mehrere Wände nach ihren Vorstellungen zu den acht Tugenden.

Facettenreich und farbenfroh (hinten, v.l.n.r.): Marion Rösmann, OGS-Fachberaterin bei der JHE, die beiden Künstler*innen Jachya Freeth sowie Susanne Wolff, JHE-Erzieherin Lisa Kauerhof und Ludger Velten, Leiter der Adolf-Reichwein-Schule, freuen sich über die von den Kindern gestalteten Wände. Fotos: Müller/JHE

Bunte Vielfalt: Die Kinder konnten die selbst kreierten Wandbilder nach ihren eigenen Vorstellungen einfärben.

Schöne Unterstützung: Künstler Jachya Freeth (rechts) erklärt den Schüler*innen, wie sie mit den Malutensilien umgehen.

Freeth und Wolff hatten bereits im Sommer 2020 die Kinder der Frohnhauser „Cosmas und Damian“-Schule unterstützt, die acht Tugenden in bunten Farben an die Mauern des Hofs zu bringen: Achtsamkeit, Dankbarkeit, Friedlichkeit, Fürsorge, Kreativität, Mut, Verantwortung und Wissen. Jetzt halfen sie den Ganztags-Schüler*innen aus Altenessen, ihre Ideen zu verwirklichen.
Die passenden Bilder hatten die Kinder bereits vor den Herbstferien angefertigt: „Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte“, weiß Lisa Kauerhof, Jugendhilfe-Erzieherin im Offenen Ganztag an der Adolf-Reichwein-Schule, „die Schülerinnen und Schüler konnten sich selbst überlegen, was sie zu den Tugenden malen möchten.“ Entstanden sind kreative, vielfältige Kunstwerke zu den verschiedenen Facettenreich-Idealen: So steht ein Löwe beispielsweise für Mut, ein Baum für Friedlichkeit und eine Glühbirne mit darum kreisenden Zahlen für Wissen.

Wertschätzung für die Kinder
Ganz groß an die Wände gebracht wurden die auf Papier mitunter ziemlich kleinen, zurückhaltend gemalten Motive dann von Jachya Freeth und Susanne Wolff – aus der Hand, ohne weitere Hilfsmittel. Die eine Gestaltungsfläche war der Eingangsbereich des OGS-Raums, der andere eine Wand im Schulflur. Die Kinder fanden sich in den originalgetreuen Reproduktionen sofort wieder und schon ging’s an die Farbeimer.
Die beiden Künstler*innen erklärten den Schüler*innen kurz, wie sie mit Pinsel und Lack umgehen. Danach nahmen sich Freeth und Wolff zurück; allein die Kinder und ihre Ideen standen im Mittelpunkt. Susanne Wolff war angetan von den „gewieften Wandmaler*innen“: „Eine doppelt gute Aktion. Es geht nicht nur um die Kunstförderung. Es macht etwas mit den Kindern, wenn sie merken, dass ihre Arbeit so wertgeschätzt wird.“ Das bestätigt JHE-Erzieherin Kauerhof: „Alle Kinder der Schule kommen immer an der Wand im Flur vorbei, bleiben dann stehen und lassen sich die Geschichten zu den Bildern erzählen.“

Marion Rösmann, OGS-Fachberaterin bei der Jugendhilfe Essen, freut sich über die gelungene Fortsetzung: „Durch die künstlerische Gestaltung setzen sich die Schüler*innen noch einmal intensiv mit den Tugenden auseinander. Außerdem haben sie für alle Kinder den Schulraum verschönert. Die Aktion ist jetzt schon an einer weiteren Facettenreich-Schule geplant.“

Facettenreich und farbenfroh (hinten, v.l.n.r.): Marion Rösmann, OGS-Fachberaterin bei der JHE, die beiden Künstler*innen Jachya Freeth sowie Susanne Wolff, JHE-Erzieherin Lisa Kauerhof und Ludger Velten, Leiter der Adolf-Reichwein-Schule, freuen sich über die von den Kindern gestalteten Wände. Fotos: Müller/JHE

Bunte Vielfalt: Die Kinder konnten die selbst kreierten Wandbilder nach ihren eigenen Vorstellungen einfärben.

Schöne Unterstützung: Künstler Jachya Freeth (rechts) erklärt den Schüler*innen, wie sie mit den Malutensilien umgehen.

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