Fair … Rappt!-Preisverleihung in der Weststadthalle

Schon im zweiten Jahr veranstaltet die Jugendhilfe Essen gGmbH (JHE) in Kooperation mit der Aids-Hilfe Essen im Rahmen der Reihe „Demokratie erleben“ das Projekt Fair … Rappt!. Am 29. Januar wurden in der Weststadthalle Essen die Sieger der Wettbewerbsphase bekanntgegeben. Jugendliche konnten ihre eigenen Rap-Texte zum Thema Menschenrechte einreichen und dabei verschiedene Preise gewinnen.

Ihr Text überzeugte die Jury: Clarisse Akouala mit „Wie lange ist man Migrant?“.

Die Veranstaltung lockte rund 200 Jugendliche in die Weststadthalle.

Der Auftritt von Rapper Crazy B. begeisterte die Zuschauer.

Der Düsseldorfer Rapper Mr. F.O.B.S. gab den Kindern in der Wettbewerbsphase wertvolle Tipps. (Foto: JHE)

Das Projekt Fair … Rappt! der Jugendhilfe Essen will über das Medium HipHop Jugendliche in ihrer Lebenswelt erreichen, ansprechen und fordern: „Rap ist Jugendkultur. Es ist wichtig, sich mit den Inhalten der Texte auseinanderzusetzen“, erläutert Teamleiter Marcus Juchem von der JHE.

Knapp 200 Zuschauer und Teilnehmer waren am 29. Januar um 15 Uhr zur Preisverleihung in der Weststadthalle. Vor Bekanntgabe der Sieger begeisterten Auftritte der lokalen HipHop-Talente Crazy B. und Darner das Publikum. „Dieses Jahr haben noch mehr Jugendliche mitgemacht. Dadurch wird der Wettbewerb viel dynamischer“, kommentierte Petra Kox von der RWE Deutschland AG. Statt 27 Vorschlägen wie im letzten Jahr, gab es 2014 schon 49 Einsendungen. Auch Bezirksbürgermeister Peter Valerius nahm an der Preisverleihung teil: „Ich möchte mich bei der Jugendhilfe Essen und dem Projektleiter Martin Stichler für ihre Arbeit an dem Projekt bedanken.“ Im Sinne der Reihe „Demokratie erleben“ der JHE regte er die jungen Besucher zum Wählen an.

Die Jury bestand aus dem letztjährigen Top-Act Sookee, Mitgliedern von Amnesty International Essen und Juroren aus dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit der JHE. Siegerin des Wettbewerbs war Clarissa Akouala mit dem Songtext „Wie lange bleibt man Migrant?“. Die Jury wählte den Song zu ihrem Favoriten, weil die Gewinnerin klug, intensiv und sensibel politische Fragen aufwerfen konnte. Den zweiten Platz holte das biografische Stück „Andrew“, den dritten die geschriebenen Worte von „Ich hab das Recht“. Als Preise gab es einen Tag im Studio, 100 Euro oder einen HipHop-Workshop mit Rapper Amewu.

Die Theater-AG der Ganztagsbetreuung Sek I der Salzmannschule hatte schon im November mit den Vorbereitungen für das Event begonnen. Mit Unterstützung von Rapper Mr. F.O.B.S. aus Düsseldorf haben neun Schüler der Klassen sechs bis acht fünf eigene Raptexte geschrieben und konnten dabei viel über Menschenrechte lernen.
Fuhren die Teenager noch mit Bammel zur Preisverleihung, fiel die Anspannung schnell ab: Mit den Plätzen drei, zwölf und 16 wurden die Jugendlichen für ihre großartige Arbeit belohnt und waren alle überglücklich mit ihren Preisen – Karten fürs Abschlusskonzert, VIP-Tickets und 100 Euro für die Theater-AG.

Fortgesetzt wird Fair … Rappt! mit einer Fachveranstaltung für Pädagogen am 20. Februar. Seinen Höhepunkt findet das Projekt im Konzert mit Rap-Sternchen Amewu am 22. Februar 2014, bei dem auch die Teilnehmer aus der Salzmannschule zusehen werden.

Text: Alexander Müller/Stefanie Buchholz, Fotos: Tani Capitain

Ihr Text überzeugte die Jury: Clarisse Akouala mit „Wie lange ist man Migrant?“.

Die Veranstaltung lockte rund 200 Jugendliche in die Weststadthalle.

Der Auftritt von Rapper Crazy B. begeisterte die Zuschauer.

Der Düsseldorfer Rapper Mr. F.O.B.S. gab den Kindern in der Wettbewerbsphase wertvolle Tipps. (Foto: JHE)

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