JBH installiert Wildpferde für den Karnaper Kreisel

Ab sofort begrüßen und verabschieden zwei rosteiserne, mannshohe Wildpferde Verkehrsteilnehmer am Karnaper Kreisel Arenbergstraße/Carnaperhof. Die Initiative „Carnap TipTop“ hat von der Stadt Essen die Patenschaft für den Kreisel erhalten und konnte die auffälligen Skulpturen am Freitag mit Unterstützung des „Förderpott.Ruhr“ und der Bezirksvertretung V der Öffentlichkeit präsentieren. Vorbereitet, angeliefert und aufgestellt wurden die metallenen Hingucker von Auszubildenden und Teilnehmenden mehrerer Projekte der Jugendberufshilfe Essen (JBH).

Blickfang für die Verkehrsteilnehmer (v.l.n.r.): Die Tiptopper Rolf Gleißner und Michael Schwamborn, Jürgen Garnitz aus der Bezirksvertretung V, Tiptopperin Sigrid Hajos sowie Anleiter Christian Schwarz und Bereichsleiter Friedel Hermsen von der Jugendberufshilfe Essen weihten auf einer Feier am Karnaper Kreisel die Pferde-Skultpuren ein. Fotos: Müller/JBH

Starkes Stück Arbeit: In der Metallbau-Werkstatt der JBH wurden die stabilen Füße für die Stahl-Konstruktionen installiert und lackiert.

Daumen hoch! Die Wildpferde sind bereit zur Anlieferung und Aufstellung.

Das wilde, sumpfige Gebiet des Emscherbruchs war früher die Heimat von Wildpferden. Urkundlich erwähnt werden sie das erste Mal im Mittelalter. Adelsfamilien hatten damals das Privileg, diese „Emscherbrücher Dickköppe“ zu halten: „Die Pferde wurden auch unter Tage eingesetzt“, erzählt Michael Schwamborn, einer der drei Sprecher der Initiative „Carnap TipTop“. Deshalb zeigt das Karnaper Wappen die „Prame“, eine Rossbremse, mit der die Tiere eingefangen wurden: „An diese enge Verbindung unserer Stadtteil-Historie mit den Wildpferden wollten wir durch die Skulpturen erinnern“, erklärt Schwamborn.
Gegründet wurde die Initiative Carnap TipTop um Rolf Gleißner, Sigrid Hajos und Michael Schwamborn im Februar 2018. Die Mitglieder engagieren sich unter anderem mit Aufräumaktionen für die Verschönerung des Stadtteils und übernahmen auch die Patenschaft für den Karnaper Kreisel. Dort hatten sie bereits Wildblumen gepflanzt und einen Rollrasen ausgelegt, bevor die Idee zur Aufstellung der Rostpferde entstand.

Einsatz für verschiedene JBH-Projekte und -Gewerke
TipTopper Rolf Gleißner hatte von der Jugendberufshilfe gehört und fragte wegen des Auftrags im Shop „Handwerk & Design“ an. Im JBH-Laden an der Rellinghauser Straße 280 werden fast ausschließlich von den Jugendlichen in den Projekten und Maßnahmen gefertigte Produkte angeboten, der Verkauf wird ebenfalls von Teilnehmenden organisiert: „So können sie unter realen Bedingungen lernen, wie der Beruf des Verkäufers funktioniert“, erläutert Elke Ihln-Budde, JBH-Bereichsleitung „Vorbereitung & Orientierung“. „Gemeinsam mit Anleiter Christian Schwarz mussten unsere Teilnehmenden beispielsweise überlegen, wie sie am besten vorgehen, welcher Preis angemessen ist und welches Material verwendet werden sollte.“
Nachdem die Kontur der Pferde gelasert war, schweißten Metallbau-Auszubildende die Füße an die Skulpturen und lackierten die kräftigen Gestelle. Die Anlieferung und Aufstellung der jeweils gut 40 Kilogramm schweren Stahl-Konstruktionen übernahmen Teilnehmende aus dem Garten- und Landschaftsbau der Gemeinwohlarbeit PLUS: „Uns war wichtig, dass die Jugendlichen eine produktive Aufgabe mit Nachhaltigkeit haben, so dass sie hinterher sagen können: ,Schau mal, das haben wir gemacht!‘“, betont Michael Schwamborn.

Für die Zukunft: Stele und LEDs
Nach der Installation am Mittwoch fand Freitag die große Einweihung mit Mitgliedern von Carnap TipTop, der Bezirksvertretung V, der Jugendberufshilfe und zahlreichen Karnaperinnen und Karnapern statt.
Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen: Eine Stele soll die Hintergründe zu den rosteisernen Wildpferden für Interessierte zusammenfassen. Zusätzlich könnten die Tiere mit LEDs angestrahlt werden, damit sie auch im Dunkeln gut sichtbar sind.

Blickfang für die Verkehrsteilnehmer (v.l.n.r.): Die Tiptopper Rolf Gleißner und Michael Schwamborn, Jürgen Garnitz aus der Bezirksvertretung V, Tiptopperin Sigrid Hajos sowie Anleiter Christian Schwarz und Bereichsleiter Friedel Hermsen von der Jugendberufshilfe Essen weihten auf einer Feier am Karnaper Kreisel die Pferde-Skultpuren ein. Fotos: Müller/JBH

Starkes Stück Arbeit: In der Metallbau-Werkstatt der JBH wurden die stabilen Füße für die Stahl-Konstruktionen installiert und lackiert.

Daumen hoch! Die Wildpferde sind bereit zur Anlieferung und Aufstellung.

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