KompetenzZentrum: zugewandert, aufgeklärt, geimpft!

Jobvermittler Haumand Said aus dem KompetenzZentrum (KomZe) für Neuzugewanderte der Jugendberufshilfe setzt sich, mit großem persönlichen Engagement, dafür ein, mögliche Hürden auf dem Weg zur Impfung zu beseitigen. Er klärt auf, begleitet und hilft sogar vor Ort im Impfzentrum mit dem Papierkram. Mit Erfolg: Über 80 Prozent seiner Teilnehmenden mit Migrationshintergrund haben mittlerweile die erste Immunisierung bekommen. Das hilft auch bei seiner Arbeit als Jobcoach: „Geimpfte Personen sind viel leichter in ein Praktikum zu vermitteln.“

Jobvermittler Haumand Said weiß: „Geimpfte Teilnehmende sind leichter in ein Praktikum und somit langfristig in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln.“ Foto: Capitain/JBH

Haumand Said ist vom KompetenzZentrum in Essen-Rellinghausen mit den Immunisierungs-Willigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Impfzentrum nach Rüttenscheid gefahren. Die größte Gruppe waren 13 Personen, die kleinste Aktion war die Begleitung eines einzigen Schützlings. Foto: JBH

Die Idee zur aktiven Unterstützung seiner Jugendlichen kam im Juni 2021: „Plötzlich konnte sich jeder impfen lassen, auch unsere Teilnehmenden. Viele waren grundsätzlich nicht dagegen und wir wollten sie dabei unterstützen, das Thema aktiv anzugehen.“ Ina Wolbeck, Bereichsleiterin Migration und Integration, fand den Plan großartig: „Mir war wichtig, dass wir alle Fakten zum Thema Corona und zur Impfung in unsere Unterrichtsmodule und Informations-Seminare aufnehmen.“ Denn nur wer gut unterrichtet ist, hat eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
Gesagt, getan. Neben dem Unterricht und den Einstiegs-Veranstaltungen wurden die Teilnehmenden auf eigenen Wunsch in Einzelgesprächen informiert. Allen Beteiligten war dabei immer wichtig: „Das ist nur ein Angebot, wir wollen niemanden zwingen.“

Über 80 Prozent haben sich impfen lassen
Said erreichte seine Leute, insgesamt 55 junge Menschen mit Migrationshintergrund hat er angesprochen – der Erfolg ist beeindruckend: „40 Prozent sind vollständig geimpft und weitere 40 Prozent haben die erste Spritze bekommen.“ Auch Thomas Wittke, Geschäftsführer der Jugendberufshilfe ist sehr erfreut über den Einsatz der KomZe-Kollegen: „Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die wir gerne unterstützen.“ Und Ina Wolbeck weiß, warum die Umsetzung vor Ort in ihrem Bereich so gut funktioniert: „Haumand hat eine freundliche und charmante Art, die Jugendlichen vertrauen ihm. Und irgendwann hat sich das Angebot rumgesprochen.“ Einige mussten zunächst sprachliche und organisatorische Barrieren überwinden, andere kannten die Faktenlage nicht genau und waren unsicher, aber immer mehr waren schließlich interessiert.

Said selbst ist vom KompetenzZentrum in Essen-Rellinghausen mit den Immunisierungs-Willigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Impfzentrum nach Rüttenscheid gefahren. Die größte Gruppe waren 13 Personen, die kleinste Aktion war die Begleitung eines einzigen Schützlings. Vor Ort hat er bei der Registrierung geholfen und war dabei, wenn alle Beteiligten aufgeklärt wurden. Aus seiner Sicht war das Impfzentrum professionell durchorganisiert: „Wir wurden freundlich empfangen und aufgeklärt, es gab sogar eine eigene Impfkabine für unsere Jugendberufshilfe-Gruppe.“
Deshalb findet er schade, dass das Angebot im Zentrum demnächst geschlossen wird. Die Aktion der JBH soll allerdings bei Hausärzten in Essen-Bergerhausen fortgeführt werden. Haumand Said ist Jobvermittler mit guten Ideen und einem langfristigen Plan: „Es geht nicht nur um Gesundheit und Schutz, es geht um die Zukunft im Job. Ich habe gemerkt, dass geimpfte Teilnehmende leichter in ein Praktikum und somit langfristig in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln sind.“

Hier finden Sie weitere Informationen zum KompetenzZentrum (KomZe)
 

Jobvermittler Haumand Said weiß: „Geimpfte Teilnehmende sind leichter in ein Praktikum und somit langfristig in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln.“ Foto: Capitain/JBH

Haumand Said ist vom KompetenzZentrum in Essen-Rellinghausen mit den Immunisierungs-Willigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Impfzentrum nach Rüttenscheid gefahren. Die größte Gruppe waren 13 Personen, die kleinste Aktion war die Begleitung eines einzigen Schützlings. Foto: JBH

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