Nein zu HoGeSa in Essen!

Die Jugendhilfe Essen gGmbH (JHE) setzt sich in ihrer tagtäglichen pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen in Essen "gegen Benachteiligung und für eine gerechte Teilhabe aller jungen Menschen am gesellschaftlichen Leben" ein und hat dies ebenso in ihren Leitlinien festgeschrieben wie eine grundsätzliche "Offenheit im Denken und Handeln". Die JHE teilt die Stellungnahme des Bündnisses "Essen stellt sich quer" gegen Rassismus und setzt ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander und Vielfalt in Essen:

 

Illu: Essen stellt sich quer

Die sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) haben für den 18. Januar 2015 eine Demonstration auf dem Willy-Brandt-Platz am Essener Hauptbahnhof von 14 bis 18 Uhr angemeldet. … Scheinbar wenden sich „HoGeSa“ gegen Salafismus – in Wirklichkeit verbreiten sie Ausländerhass und Rassismus. Wie in Köln und Hannover will diese Vereinigung von kriminellen Schlägern, Hooligans und Rechtsradikalen Angst erzeugen: bedroht werden unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger anderer Herkunft sowie alle Andersdenkenden.

Wir in Essen werden uns dem Hass entgegenstellen. Bereits am 21. September marschierten rund 80 gewaltbereite Hooligans in Essen auf. Die Gruppe hat regionale Verbindungen zu Funktionären von Pro NRW und zur Dortmunder Partei „Die Rechte“. Von Polizei und Justiz fordern wir ein Verbot der angekündigten rassistischen, volksverhetzenden und damit grundgesetzwidrigen Kundgebung. Dieses Verbot wurde mitlerweile durchgesetzt, die Veranstaltung findet nicht statt.

Trotzdem rufen wir zur gemeinsamen friedlichen Gegenaktion auf! In Essen ist kein Platz für rechtsradikales oder rassistisches Gedankengut und Gewalt. Wir im Ruhrgebiet haben eine lange Einwanderungstradition und werden weiterhin am solidarischen Umgang miteinander festhalten!
Oberbürgermeister Paß hat die Motive von „HoGeSa“ treffend zusammengefasst: "Diese Kundgebung kann doch nur ein Ziel verfolgen: Hass zu schüren gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die friedlich mit und unter uns in Essen leben."

"Wir stehen für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Religion und Geschlecht und deshalb unterstützen wir die Aktion des Bündnisses selbstverständlich", unterstreicht Jugendhilfe-Geschäftsführer Jochen Drewitz.

Voraussichtlicher Ablauf von Essen stellt sich quer:
Sammelplatz ab 11:30 Uhr im Bereich Markt /Porscheplatz
12:00 Uhr: Beginn Demonstration von Porscheplatz, durch die Kettwiger Straße an Burgplatz und Lichtburg vorbei bis zum Willy-Brandt-Platz
13:00 Uhr: Eintreffen der Demonstration auf dem Willy-Brandt-Platz

16:00 Uhr: Ende der ESSQ-Kundgebung
auf dem Willy-Brandt-Platz


Illu: Essen stellt sich quer

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