JBH: endlich so richtig „Mobilitea“!
25.09.2017 - 09:26 Uhr
Chillen, quatschen oder einfach zusammen einen Tee genießen: Das Angebot „Mobilitea“ der evangelischen Kirche und des Stadtteilprojekts Katernberg soll Ort der Begegnung für die Nachbarschaft sein. So richtig mobil wurde die Aktion erst jetzt, nachdem Auszubildende der Jugendberufshilfe Essen (JBH) einen Fahrradanhänger für Mobilitea herstellten.

Get together! Im mobilen Tee-Café Gespräche führen und Menschen kennenlernen. Fotos: Mobilitea

Super Sache! Dank der Jugendberufshilfe ist Mobilitea jetzt ohne Aufwand in Katernberg unterwegs.

Katernberg ist ein bunter Stadtteil, in dem die verschiedensten Kulturen und Nationen Tag für Tag aufeinandertreffen: „Wir alle haben Gemeinsamkeiten“, ist Laura Schöler überzeugt. Die 25-Jährige ist Projektleiterin des mobilen Tee-Cafés „Mobilitea“. Das Projekt soll Ort der Begegnung sein und lädt dazu ein, interessante Gespräche zu führen, Menschen kennenzulernen oder einfach eine Tasse Tee zu genießen.
Die Idee entstand mit Gründung der Behelfseinrichtung an der Kapitelwiese Ende 2014. Im Rahmen des Runden Tisches Zollverein und des Stadtteilprojekts Katernberg wurde überlegt, wie man die Hemmschwelle zwischen An- und Bewohnern senken, einen gemeinsamen Nenner finden könnte. Schnell wurde die Aktion zu einem stadtteilweiten Nachbarschaftsprojekt. Eigentlich wollte Projektleiterin Schöler mit einem Truck durch den Stadtteil düsen, doch die Finanzierung ließ sich nicht realisieren: „Dann nehmen wir eben ein Fahrrad mit Anhänger“, lacht die Werksstudentin.

JBH-Gewerke im Einsatz
Der Anhänger fehlte zu Anfang noch und Mobilitea war meistens an Feldwiese und Meerkamp sowie am Katernberger Markt zu finden. Die vielen Sachen musste Schöler immer aufwändig an die jeweiligen Orte transportieren. Ein richtiger Anhänger sollte endlich her! Durch die Initiative „Wir von Hier!“ kam der Kontakt zur Jugendberufshilfe Essen zustande.
JBH-Auszubildende nahmen sich der Aufgabe an und zauberten in anderthalbmonatiger Arbeit einen flexiblen Fahrradanhänger: Die Metallbauer fertigten das stabile Grundgerüst mit Kupplung, Tischler stellten Kisten und Anhänger-Box her und Maler und Lackierer versahen das Gefährt mit dem Mobilitea-Logo. Das zweirädrige Schmuckstück überzeugt nicht allein in Sachen Optik, sondern erleichtert den Weg in die Nachbarschaft: Es gibt genug Stauraum für alle Utensilien, die Kisten zur Aufbewahrung werden im Handumdrehen zu Hockern und einem Tisch. Premiere feierte der neue Fahrradanhänger auf dem Stadtteilfest „Katernberg blitzt auf“: „Es ist einfach super“, freut sich Schöler, „der Anhänger ist auf jeden Fall ein richtiger Blickfang!“

Mobilitea hat keinen festen Fahrtenkalender, zurzeit macht das mobile Tee-Café aber häufig dienstags am Joseph-Oertgen-Weg Halt, donnerstags am Spielplatz am Ende der Viktoriastraße. Einfach am Nachmittag, von 14 bis 17 Uhr, die Augen offen halten: „Jeder kann mitmachen! Kommt vorbei – let‘s get together!“

Hier geht's zur Internetseite der Außerbetrieblichen Ausbildung bei der Jugendberufshilfe Essen.

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