10 Jahre OGS: Essen singt das Ganztagslied!
28.09.2017 - 12:21 Uhr
Die Jugendhilfe Essen feiert in der ganzen Stadt zehn Jahre Offenen Ganztag. Um Punkt 14.07 Uhr erklingt am Mittwoch, 27. September, auf insgesamt 56 Schulhöfen im gesamten Stadtgebiet ein gemeinsames Lied am selbst gestalteten JHE-Logo.

An 56 Ganztagsstandorten der Jugendhilfe wurde gesungen. Auch in der Bodelschwinghschule in Altendorf …

… oder in der Ardeyschule in Essen-Rellinghausen. Fotos: JHE

Die Erzieherinnen von der Theodor-Heuss-Schule, Gabi Viebahn und Nicole Krüger, bekamen einen Geschenkekorb zum Jubiläum.

Ganz besonders bunt: auch die Josefschule in Horst kreierte ein tolles JHE-Logo.

In 2007/2008 startete die Jugendhilfe Essen mit 90 Ganztagsgruppen an 49 Schulen, mittlerweile sind es 225 Gruppen an 52 Grund- und vier Förderschulen. An allen Standorten gehört die pädagogische Begleitung während Mittagessen sowie Hausaufgaben und Lernzeiten zum Programm, zusätzlich gibt‘s von Anfang an eine Balance zwischen Bildungsangeboten und Freizeitaktivitäten aus Bereichen wie Kultur, Gesundheitsförderung, Sprache und Kommunikation, Natur und Technik, Medien oder sozial-emotionaler Entwicklung.
Dieses breite Angebot überzeugt die Schüler: Im Rahmen einer Befragung gaben 80 Prozent der Kinder an, dass sie „sehr gerne“ den Offenen Ganztag besuchen, gerade einmal 4 Prozent sind „nicht so gerne“ in der OGS.

56 Standorte mit eigenem Programm

Nicht nur deshalb war der 27. September auch ein besonderer Tag für die Kinder. Jeder der 56 Jugendhilfe-Ganztage stimmte pünktlich um 14.07 Uhr das OGS-Lied an. Der Song entstammt der Feder des Jugendhilfe-Pädagogen Robert Hadzic von der Dellwiger Schule am Reuenberg.
Stimmung war aber nicht nur in Dellwig angesagt, sondern auch an der Ardeyschule in Essen-Rellinghausen: Auf dem Schulhof der Ardeyschule wurde vom Ganztagsteam ein genialer Jahrmarkt mit Dosen werfen, Fische angeln, Parcours laufen, Losbude und einem Kinderkarussell auf die Beine gestellt. „Wow, das ist ein super Tag heute“, sagte ein Ganztagskind und rannte vom Pferderennen auf’s Karussell. Die Graf-Spee-Schule in Bredeney feierte ein großes Fest im Garten, parallel dazu gastierte auf dem Schulhof ein Zirkus und in den in den OGS-Gruppenräumen wurden diverse Aktionen angeboten. Natürlich wurde der Ganztag der Jugendhilfe auch an der Stiftsschule und am Rüttenscheider Standort Käthe-Kollwitz gefeiert. Bereichsleiterin Annette Tischler ist angetan von Erfindungsreichtum und Ideenvielfalt: „Wenn 56 Ganztage etwas auf die Beine stellen, kommen ganz unterschiedliche Ideen für die Kinder dabei rum. Diese dezentrale Art zu feiern hebt die Nachmittagsbetreuung an den Schulen hervor und soll neben dem Spaß auch die Zusammenarbeit vor Ort stärken.“

Individuell auf die Wünsche der Kinder eingehen
„Wir gehen individuell auf die Wünsche der Kinder ein, orientieren uns an ihren Bedürfnissen“, berichtet Nicole Hißnauer, JHE-Erzieherin an der Borbecker Albert-Liebmann-Förderschule. Den ganzen Mittwochmorgen waren die Kinder gespannt wie die Flitzebögen, denn ihnen war eine Überraschung zum Jubiläum versprochen worden. Als Zauberer „Wobo“ dann seinen zwei Meter langen Zauberstab aus dem winzigen Beutel holt, Bälle im Nichts verschwinden lässt und sein eigenes Portemonnaie in Brand steckt, gab‘s für die Schüler kein Halten mehr.
Ein Meer von Seifenblasen stieg zeitgleich über der Eichendorffschule auf. Die Schönebecker Grundschüler hatten vor dem großen Moment ebenfalls mit Kreide ihre OGS-Höhepunkte aufgemalt. Der Standort an der Heißener Straße hat dreieinhalb Ganztagsgruppen mit über 90 Kindern. Zu den offenen Angeboten zählen Fußball, Judo und Erlebnissport in Kooperation dem Essener Sportbund sowie Schach-, Kreativ- und Back-Zauber-AG. Seit Mittwoch hat die Eichendorff-OGS nun ein Gejo-Shot-Spiel, das mit einem kleinen Turnier eingeweiht wurde – eine nachhaltige Investition, mit Blick in die Zukunft.



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