Besondere Zeit auf der Insel Borkum
29.08.2018 - 14:19 Uhr
19 Kids aus dem Kinder- und Jugendhaus Hörsterfeld und dem Aktivspielplatz Robin der Jugendhilfe Essen (JHE) waren gegen Ende der Sommerferien zu einer Freizeit auf der Nordsee-Insel Borkum. Ganz ohne Smartphones und andere technische Gimmicks hatten sie eine schöne Zeit mit Wattwanderungen, Museumsbesuchen und langen Spiel- und Entspannungsphasen am weitläufigen Strand.

Jede Menge Spaß am Strand: Für die 19 Kinder aus Hörsterfeld und Aktivspielplatz standen auf Borkum Spiel, Sport und Entspannung auf dem Plan. Fotos: Peine/JHE

Schöner Blick auf Borkum und die Dünen: Die Kinder besuchten den neuen Leuchtturm in der City.

Hier bekamen die Kids große Augen: Das riesige Skelett eines Pottwals im Borkumer Museum machte echt Eindruck.

Morgens früh ging’s mit dem Reisebus am Hörsterfeld los. Nachdem die Gruppe einen Zwischenstopp am Aktivspielplatz Robin gemacht hatte, ging es für die insgesamt 19 Kinder auf ins niederländische Eeemshaven und von dort mit der Fähre hinüber nach Borkum. Auf der Nordsee-Insel angekommen, stand noch eine Fahrt mit der Borkumbahn vom Hafen in den Ort und ein kleiner Fußmarsch bis zur Unterkunft an. Nachdem die Kids ihre Zimmer bezogen und sich bei einem leckeren Abendessen gestärkt hatten, gab es eine schöne Willkommensrunde, so dass sich alle Teilnehmer der beiden Einrichtungen besser kennenlernen konnten: „Die MS Waterdelle wird vom CVJM betrieben und hat uns als wirklich schöne Unterkunft gedient“, bestätigt Jugendhilfe-Pädagoge Simon.

Spaß am Strand und in Borkum
„Das Wetter während der gesamten Freizeit war bis auf eine Ausnahme durchgängig fantastisch warm mit angenehm kühlen Wind“, erinnert sich der JHE-Pädagoge. Deshalb ging‘s fast täglich an den Strand. Dort hatten alle Kinder viel Spaß bei den verschiedensten Aktivitäten: Sie bauten Sandburgen, suchten nach Krebsen, spielten Fußball und Mölkky (ein finnisches Holzwurfspiel) oder entspannten im weichen Sand. Natürlich gab es Ausflüge in die Wellen der Nordsee. „Besonders beeindruckend war zu beobachten, wie schnell einige Kinder den Umgang mit den beiden Lenkdrachen gelernt haben. Schnellten die Drachen anfangs meist direkt wieder dem Sand entgegen, flogen sie später oftmals minutenlang am Stück durch die Lüfte und vollzogen dabei eindrucksvolle Kunststücke“, ist Peine zugleich erstaunt und stolz. Das große Interesse an den Spielgeräten riss die gesamte Freizeit über nicht ab.
Selbstverständlich standen mehrere Ausflüge in die Stadt Borkum auf dem Programm. Die Kinder konnten hier Souvenirs für zuhause erstehen und bestiegen den neuen Leuchtturm: Nach 308 Stufen, die den 60 Meter hohen Turm hinauf führten, wurden die Kinder mit einer atemberaubenden Aussicht über die ganz Insel und das umliegende Meer belohnt. Ebenfalls im Ort ging’s in das Heimatkundemuseum. Eine spannende Zeit für die Kinder, die alle interessiert zuhörten, als berichtet wurde, wie die Menschen früher auf der Insel gelebt hatten. Highlight des Besuchs war das riesige Skelett in der Haupthalle: Es gehörte nicht etwa einem Dinosaurier, wie die Kinder zuerst vermuteten, sondern einem Pottwal! Das 18 Meter lange Skelett beeindruckte sie sichtlich.

Wattwanderung und Werwölfe
Auf einer Kutschfahrt konnten die Kinder weitere Teile der Insel sehen, wie den höchsten Punkt der Insel und den Flughafen. Schon die Pferde der Kutsche waren aber für die jungen Urlauber eine Riesen-Attraktion. Eine Wattwanderung durfte bei einer Freizeit auf Borkum nicht fehlen. „Obwohl uns das Wetter gleich am Anfang der Wanderung im Stich ließ und wir alle vollständig durchnässt wurden, hat die Wanderung allen sichtlich Freude bereitet. Die Kinder lernten viel über das Wattenmeer und seine Bewohner“, weiß Peine.
Im Haus wurden auch einige Aktionen unternommen. Viele Kinder nutzten die Möglichkeit, Armbänder und Schlüsselanhänger aus Paracord-Seilen zu knoten. Die Ergebnisse waren hervorragend! Die vielen Spaßgelegenheiten des Hauses, wie Spielekeller oder Fußballplatz, wurden ebenfalls rege in Anspruch genommen. Besonders beliebt war das Spiel „Die Werwölfe von Düsterwald“.

Ganz ohne Smartphones und Technik!
„Die Freizeit hat den Kindern total gutgetan“, ist Simon Peine überzeugt, „man merkte ihnen richtig an, dass sie eine tolle Zeit hatten und sich ohne Smartphones oder andere technische Geräte erholen konnten.“ Nach einer Woche reiste die Gruppe dann zurück nach Essen. Trotz der schönen Zeit auf der Insel freuten sich alle Kinder, wieder in der Heimat zu sein!

Kinder- und Jugendhaus Hörsterfeld
Aktivspielplatz Robin

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