AJA: Gedenkstättenfahrt nach Danzig
19.10.2018 - 10:38 Uhr
In der ersten Herbstferienwoche organisierte die Aufsuchende Jugendarbeit (AJA) der Jugendhilfe Essen eine Gedenkstättenfahrt ins polnische Danzig. Die direkte Konfrontation mit den Gräueln des NS-Regimes war für die neun Jugendlichen eine emotionale, erschütternde Erfahrung und sensibilisiert für die Themen Demokratie und Menschenrechte.

Emotionale, erschütternde Erfahrung: Die neun Jugendlichen wurden mit den Gräueln der NS-Zeit konfrontiert. Fotos: JHE

Den Horizont erweitern: Auf mehreren Stadtführungen lernte die Gruppe Danzig kennen.

Montagmorgen startete die Maschine nach Polen: Für zwei Jugendliche war es der erste Flug ihres Lebens! Nachdem die Gruppe in Danzig im Hotel angekommen war und die Zimmer bezogen hatte, ging’s auf einen Stadtrundgang mit Führung.
Schon am Dienstag besuchten die Jugendlichen die Gedenkstätte in Stutthof. Nach einer gut zweieinhalbstündigen Führung durch das Konzentrationslager hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Gedenkstätte eigenständig zu erkunden und persönlich der Opfer zu gedenken: „In einer Reflexionsrunde am Abend äußerten sich die Jugendlichen sehr betroffen zu den Geschehnissen während des zweiten Weltkriegs“, erinnert sich Maya Preuß aus der Mobilen Arbeit der Jugendhilfe Essen.

Nie wieder Krieg!
Mittwochmorgen machten sich die Teilnehmer mit der Stadtführerin zu Fuß durch die Altstadt auf den Weg zum europäischen Zentrum für Solidarität. Dort erlebten die Jugendlichen eine interaktive Tour durch die jüngste Vergangenheit Polens bis hin zur Demokratiebildung.
Im Anschluss setzte die Gruppe auf der Danziger Black Pearl zur Westerplatte über. Der Beschuss des polnischen Munitionslagers auf der Insel am 1. September 1939 gilt als Beginn des zweiten Weltkriegs. Die Jugendlichen nahmen den geschichtsträchtigen Ort inklusive einiger Ruinen und eines Mahnmals in Augenschein. Die Botschaft des Mahnmals: „Nie wieder Krieg!“

Aufsuchende Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen

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