Betriebliches Eingliederungsmanagement

Unterstützung auf dem Weg zurück in den Arbeitsalltag

Hat ein offenes Ohr: BEM-Beauftragte Ulrike van Ackern begleitet Mitarbeiter durchs Eingliederungsmanagement. Foto: Müller/JHE

Das Berufliche Eingliederungsmanagement (BEM) begleitet Mitarbeiter/-innen von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen nach längerer oder wiederholter Krankheitszeit zurück in den geregelten Arbeitsalltag. Das Angebot ist freiwillig und soll dabei unterstützen, wieder völlig fit zu werden und gesundheitsschädliche Faktoren auszuräumen.

Was ist BEM?
Ziel der Maßnahme ist, Mitarbeitern, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen krank sind, individuelle Hilfestellung zu leisten: durch Vermeidung von schädlichen Faktoren oder einfach, um wieder völlig gesund zu werden. „Ich bin eine Art Pastorin, eine erste Ansprechpartnerin und zu absoluter Verschwiegenheit und Neutralität verpflichtet“, erklärt Ulrike van Ackern, BEM-Beauftragte von Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen. Dabei ist BEM ein gänzlich freiwilliges Angebot: „Man kann das Eingliederungsmanagement nutzen, es ist aber keine Pflicht“, erklärt BEM-Beauftragte van Ackern.

Wie läuft BEM ab?
Die jeweiligen Mitarbeiter/-innen erreicht zunächst ein Schreiben, das ihnen die Möglichkeit eröffnet, am Verfahren teilzunehmen: „Sie können jederzeit ablehnen oder abbrechen, ohne dass es Nachteile für sie hat“, betont van Ackern. Beantworten Betroffene den ersten Brief gar nicht, erreicht sie noch ein zweites Schreiben. Danach verfällt die Gelegenheit. Erster Schritt der Teilnahme ist telefonischer Kontakt, dann folgt ein Gespräch mit van Ackern. Alles findet streng vertraulich statt – sogar die Personalabteilung erhält keine Einsicht in die Akte. Neben der Wiedereingliederung soll die Maßnahme frühzeitig fragen, ob der Betrieb etwas verbessern kann, um die gesundheitsschädlichen Faktoren auszuräumen.

Was leistet BEM?
Die Angebote sind ganz unterschiedlich, weil die Arbeitsbedingungen großen Unternehmen wie Jugendhilfe und Jugendberufshilfe Essen sehr verschieden sind: „Was kann ich für ihn tun, was sagt der Arzt dazu und was hält derjenige davon“, erläutert die BEM-Beauftragte mögliche Ansätze. Sie leitet weitere Unterstützung, wie präventive Maßnahmen oder Wiederherstellung der Arbeitskraft, in die Wege.

Hintergrund
Ulrike van Ackern wurde am 15. Januar 2017 zur neuen BEM-Beauftragten berufen. Die Sozialpädagogin ist bereits seit 1982 in der Jugendarbeit tätig und seit 2009 bei der Jugendhilfe Essen angestellt. Van Ackern arbeitet in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Frintroper Zentrum (FriZ).

Kontakt
Ulrike van Ackern, Tel.: 0201 69 69 05 (ab mittags)
E-Mail: bem@jh-essen.de
Jugendzentrum FriZ, Unterstraße 67, 45359 Essen

Jugendhilfe Essen gGmbH ·
Schürmannstraße 7 · 45136 Essen
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