Girls’Day in der JBH: tschüss, Klischees!
02.04.2019 - 16:43 Uhr
Für die Mädchen war es ein spannender Einblick in für sie bislang ungewohnte Berufe, für Unternehmen und Institutionen eine sehr gute Möglichkeit, praxisnah den Nachwuchs zu fördern: Der Girls’Day versammelte wieder für einen Tag Zehntausende Jugendliche und Unternehmen – auch in der Jugendberufshilfe.

Metallbauer Marcel Berger (re.), Anleiter im Produktionsjahr der Berufsvorbereitung, mit Mädchen vom Gymnasium Heißen und der Realschule an der Gelsenkirchener Straße. Fotos: Capitain/JBH

So sieht der Girls'Day in der Metallbauwerkstatt aus: Selbstgefertigter Design-Schlüsselanhänger in Herzform.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey nahmen am Aktionstag teil und motivierten so Mädchen für technische sowie Jungen für pflegerische Berufe und Studiengänge. Auch die Jugendberufshilfe Essen konnte wieder ein gutes Dutzend Mädchen in ihren Werkstätten begrüßen. Die Maler- und Lackierer, die Tischlerei und die Metallbauer öffneten ihre Pforten.

Die zum Aktionstag veröffentlichten Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Studie "Girls'Day und Boys'Day – klischeefreie Berufsorientierung, die wirkt!" belegt: Mehr als jedes vierte Unternehmen bzw. jede vierte Institution mit Mehrfachbeteiligung am Girls'Day stellte später ehemalige Teilnehmerinnen als Praktikantinnen oder Auszubildende ein. Nach dem Girls'Day 2018 gaben außerdem 70 Prozent der Mädchen an, Berufe kennengelernt zu haben, die sie wirklich interessierten. 41 Prozent der Schülerinnen waren durch den Erstkontakt im Betrieb so nachhaltig beeindruckt, dass sie angaben, dort später gern ein Praktikum oder eine Ausbildung zu machen. Auch die Mädchen, die in der JBH reinschnuppern durften, waren wieder angetan von der Praxiserfahrung.

www.girls-day.de
www.klischee-frei.de