Eigener OGS-Film: „Und Action!“
09.04.2019 - 11:30 Uhr
Der Offene Ganztag der Jugendhilfe Essen an der Albert-Liebmann-Schule ist gerade ein großes Set, denn dort laufen die Dreharbeiten für den selbstproduzierten Streifen „Das Geheimnis der Klasse“. Im Rahmen des Projekts können die Kinder ihre Kreativität ausleben und beziehen sogar die gesamte Schule mit ein.

Ganz großes Kino: Die Albert-Liebmann-Schüler drehen in der OGS einen eigenen Film. Fotos: Klejdzinski/JHE

Erst Fußball, dann Magie: Im Streifen haben alle Kinder Zauberkräfte.

Der Zauberer-Umhang sitzt, die Scheinwerfer leuchten, die Kamera ist bereit und die Schauspieler stehen auf Position. Alle warten auf Pauls Befehl; es ist ungewöhnlich still auf den Fluren der Albert-Liebmann-Schule. Paul besucht normalerweise die vierte Klasse, hat heute aber seinen ersten Tag als Regisseur für den selbstentwickelten Film „Das Geheimnis der Klasse“.
Zusammen mit sechs anderen Kindern erarbeitet Paul seit vier Monaten das Drehbuch für die Eigenproduktion, die gemeinsam mit Erzieher Jannik Klejdzinski auf die Leinwand gebracht werden soll: „Das benötigte Equipment wird zur Verfügung gestellt, für alles Weitere sind die Kinder verantwortlich“, erklärt der Jugendhilfe-Pädagoge.

Aufs gemeinsame Ziel hinarbeiten
Kilian besucht ebenfalls die vierte Klasse. Er ist nun genau wie alle anderen Beteiligten verantwortlich für die Fertigstellung eines selbstproduzierten Films. Der Schüler erinnert sich noch genau an das erste Skript-Treffen: „Wir wollten einen Film über Fußball drehen. Jetzt haben wir alle Zauberkräfte, können die Zeit anhalten oder Dinge wegschleudern. So ist das halt.“
Wenn man im Team an einer gemeinsamen Aufgabe arbeitet, kommen schnell verschiedene Ideen zusammen. Und genau das macht es so spannend, berichtet Klejdzinski: „Die Kinder haben jede Woche eine neue Idee und wollen diese gerne schnellstmöglich umsetzen. Wir überlegen dann nicht lange, ob das geht, sondern wie das funktionieren kann. Natürlich immer alle zusammen, keiner wird außen vor gelassen.“
Die Kinder lernen während des Projektes nicht nur die Erstellung und den Prozess eines Filmes kennen, sie müssen viel miteinander kommunizieren: Der gemeinsame Dreh bedeutet Absprachen treffen, also sehr viel Teamarbeit und gemeinsames Hinarbeiten auf das lang ersehnte Ziel.

Mehrere Vorstellungen im Mai und Juni
Damit alle viel Freude an dem Film haben, werden auch die anderen Kinder des Ganztages und das gesamte Kollegium, inklusive des Schulleiters und der Klassenlehrer, in die Dreharbeiten involviert: Alle bekommen eine kleine Nebenrolle.
Lehrerin Inga Geddert wartet auf ihren Einsatz als böse Hexe. Sie darf mit ihrer übernatürlichen Fähigkeit die Tür der Klasse zuschleudern. Paul gibt das Kommando: „Und Action!“

Das Geheimnis der Klasse soll im Mai und Juni diesen Jahres mit mehreren Kinovorstellungen auf der Leinwand der Albert-Liebmann-Schule zu sehen sein. Natürlich mit leckerem Popcorn und einer großen Feier.

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