„Facettenreich“-Premiere an der Glückauf-Schule

Im vergangenen Schuljahr wurde das innovative Projekt „Facettenreich“ von Jugendhilfe Essen (JHE) und Jugendamt Essen erstmals im Offenen Ganztag (OGS) an zehn Essener Grundschulen erprobt. Zum Schuljahresbeginn 2021/2022 ging das neue pädagogische Konzept jetzt im großen Rahmen an den Start – auch an der Glückauf-Schule mit Hauptsitz in Altenessen. Denn dort fand in den Klassen 5a und 5b des Glückauf-Standorts Termeerhöfe in Katernberg der erste Testlauf statt, ob sich Facettenreich mit ebenso großem Erfolg an weiterführenden Schulen einsetzen lässt.

Gelungene Premiere: Am Standort Teermerhöfe der Glückauf-Schule in Katernberg wurde das OGS-Projekt „Facettenreich“ erstmals für Schüler*innen der Klasse 5 erprobt. Fotos: Müller/JHE

Nachhaltiges Symbol: Die Kinder konnten gemeinsam ein eigenes Blumenbeet anlegen, um Tugenden wie Verantwortung zu erfahren.

Im Rahmen des Projekts lernen Kinder mit Hilfe von für sie greifbaren Metaphern sich und ihre eigenen Stärken neu kennen. Das können z. B. Edelsteine sein, die für positive Eigenschaften stehen. Ziel ist, dass die Kinder Wertschätzung für sich und andere entwickeln.
Janine Engel-Müller vom Kommunalen Integrationszentrum Essen war begeistert vom Projekt und hatte die Idee, die Akteure zu vernetzen. Eine Woche lang waren die Facettenreich-Übungsleiter*innen Charlotte Becker und Lukas Baumgarten nun an der Termeerhöfe 30a zu Besuch und erprobten das für die Hauptschule leicht abgewandelte Konzept.

Kinder verinnerlichen Tugenden
Ganz im Sinne von Facettenreich stand das Miteinander im Mittelpunkt, denn die Klassen sind nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule komplett neu zusammengekommen und lernen sich gerade erst richtig kennen. Die Tugenden konnten die Schüler*innen sich inhaltlich selbst erarbeiten, um sie so besser zu verinnerlichen. Deshalb sollten die Kinder beispielsweise überlegen, welche Superheld*innen ihre persönlichen Vorbilder sind – und welche Eigenschaften diese haben, die ihnen besonders imponieren. Auf diese Weise knobelten die Schüler*innen nach und nach eigenständig die verschiedenen Tugenden von Facettenreich raus, wie z. B. Achtsamkeit, Fürsorge oder Verantwortung.
Größtes Projekt war die Aufgabe, zusammen ein eigenes Blumenbeet zu bepflanzen: „Wenn man die Blumen pflegt, sich um sie kümmert und gemeinsam daran arbeitet, werden sie schön“, erläutert Übungsleiterin Becker, „ein nachhaltiges Symbol der Klasse.“ Dabei war eine Gruppe für das Wasser zuständig, eine andere kümmerte sich um die Saat und wieder eine andere bereitete die Erde vor. Gemeinsam brachten sie das Blumenbeet auf den Weg.

Hilfe im Alltag und an der Schule
Bei Maike Dietzel, Lehrerin der Klasse 5a, hinterlässt die Probe einen sehr positiven Eindruck: „Das klappt wirklich gut und die Kinder haben viel Spaß. Sie sind aufgeweckt und möchten gerne über ihre Gefühle und Werte sprechen. Die Tugenden aus dem Projekt können sie im Alltag und an der Schule anwenden.“
Marion Rösmann, Fachberaterin im Offenen Ganztag, ist von der Premiere ebenfalls angetan: „Es freut mich sehr, dass unser Projekt Facettenreich so großen Anklang findet, dass es an weiterführenden Schulen ausprobiert wird. Diese erste Umsetzung ist mehr als vielversprechend.“

Gelungene Premiere: Am Standort Teermerhöfe der Glückauf-Schule in Katernberg wurde das OGS-Projekt „Facettenreich“ erstmals für Schüler*innen der Klasse 5 erprobt. Fotos: Müller/JHE

Nachhaltiges Symbol: Die Kinder konnten gemeinsam ein eigenes Blumenbeet anlegen, um Tugenden wie Verantwortung zu erfahren.

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