Petrol-Cup 2019 lockt Rollkünstler nach Borbeck

Am Samstag stieg auf der Skate-Anlage am Abzweig Aktienstraße der Petrol-Cup 2019 der Jugendhilfe Essen (JHE). Knapp 40 Jugendliche kamen zum Wettbewerb der Aufsuchenden Jugendarbeit der JHE nach Borbeck und zeigten den zahlreichen Zuschauern ihre besten Tricks. Die Szene-Veranstaltung ist ein Paradebeispiel für Aufsuchende Jugendarbeit.

Action am Abzweig Aktienstraße: Mit Unterstützung der Aufsuchenden Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen haben Jugendliche den Petrol-Cup 2019 organisiert. Fotos: Müller/JHE

Sensationelle Stunts und spektakuläre Sprünge: Knapp 40 Jugendliche zeigten auf der Anlage am Borbecker Schlosspark ihr Können.

„Das ist genau das Prinzip der aufsuchenden Arbeit in Sozialen Räumen: Wo halten sich die Jugendlichen auf und wie können wir sie unterstützen?“, erklärt Arndt Wrona, Bereichsleiter Kinder- und Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen. Der Petrol-Cup wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen – und zwar von Jugendlichen.
Das gute Dutzend Teenager hielt sich fast jeden Tag der Woche auf der Skateanlage am Schlosspark auf, ging immer verantwortungsvoll mit dem Platz um. Dann entstand die Idee, einen Wettbewerb zu organisieren: „Um eine solche Veranstaltung zu stemmen sind die Jugendlichen an uns herangetreten“, weiß Jugendhilfe-Bereichsleiter Wrona, „wir haben ihnen bei der Organisation geholfen.“ Die Streetworker lieferten Manpower, stellten Kontakte zur Bezirkspolitik her und unterstützten beim Ausfüllen von Anträgen. Auch den Petrol-Cup 2019 haben die Jugendlichen größtenteils in Eigenregie organisiert und durchgeführt: Die ersten Treffen fanden schon im letzten Sommer statt, über das gesamte Jahr saßen die engagierten Skate-Fans an der Planung. Und es hat sich wieder gelohnt!

Gangway Berlin besucht Borbeck
Die Anlage am Abzweig Aktienstraße ist Samstag proppevoll, rockige Mucke hämmert aus den Boxen und die knapp 40 Skate-Begeisterten surfen auf zwei oder vier Rollen über die verschiedenen Hindernisse des Parcours. Besondere Gäste der mobilen Arbeit der JHE sind Mitarbeiter des Teams Reinickendorf vom Berliner Gangway e.V. Seit Jahren besteht eine Kooperation mit regem Erfahrungsaustausch. Gemeinsam mit einer Handvoll Jugendlicher reisten die Berliner Streetworker extra aus der Bundeshauptstadt nach Borbeck, fühlten sich sofort wohl und werden herzlich empfangen: „Ich finde es super, dass unsere Jugendlichen sie so super aufgenommen haben“, freut sich Organisatorin Maya Preuß aus der mobilen Arbeit der Jugendhilfe, „die tauschen schon Helme und Fahrgeräte aus.“
Die Sicherheit geht vor und das ist eine gute Sache, wenn man sich als Laie die Stunts der Jugendlichen anschaut: Mehrere Meter schießen die Rollkünstler von der Rampe aus in die Luft, machen Saltos oder drehen ihr Gerät einmal um die eigene Achse.
Die Teenager starten auf BMX, Scooter und Skateboard und haben dann zwei Durchläufe, um die neunköpfige Jury von ihrem Können zu überzeugen. Die Jury-Mitglieder zählen ebenfalls zum Kreis des jugendlichen Orga-Teams, der diesmal größer ist: „Da sind jüngere dabei und der Contest wird im nächsten Jahr an sie übergeben, damit die nächste Generation sich engagieren kann“, erzählt JHE-Streetworkerin Preuß.

Action am Abzweig Aktienstraße: Mit Unterstützung der Aufsuchenden Jugendarbeit der Jugendhilfe Essen haben Jugendliche den Petrol-Cup 2019 organisiert. Fotos: Müller/JHE

Sensationelle Stunts und spektakuläre Sprünge: Knapp 40 Jugendliche zeigten auf der Anlage am Borbecker Schlosspark ihr Können.

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