RuhrCleanup in Essen mobilisiert 800 Ehrenamtliche

Der zweite RuhrCleanUp in Essen ist erfolgreich mit 800 Engagierten in 80 Gruppen verlaufen. Die Stadt Essen, die Ehrenamt Agentur Essen e. V. und die Initiatoren des RuhrCleanUp freuen sich, dass nach der Premiere im letzten Jahr erneut viele Essener*innen begeistert werden konnten, vom 9. bis zum 11. September 2022 entlang des Essener Ruhrufers zu sammeln. Von Horst bis Kettwig griffen Einzelpersonen, Familien, Vereine und Unternehmen zu Zange und Müllsack. Die Jugendberufshilfe Essen (JBH) hatte die Aktion als Logistikpartner unterstützt.

Gemeinsam für Sauberkeit: Mehr als 800 Freiwillige engagierten sich beim RuhrCleanUp Essen 2022. Foto: Sven Lorenz

Um allen Angemeldeten das Sammeln trotz Regens und Gewitterwarnungen zu ermöglichen, erweitern die Organisatoren den RuhrCleanUp Essen um das Wochenende 16. bis 18. September 2022. Die Entsorgungsbetriebe Essen übernehmen auch in der darauffolgenden Woche die Entsorgung des gesammelten Mülls.

„Gemeinschaftlich setzen an diesem Wochenende Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein. Dass wir in Essen zahlenmäßig eine der größten Aktionen stellen, macht mich stolz. Die hohen Anmeldezahlen beweisen, wie engagiert die Essenerinnen und Essener für ihre Ruhr und das Thema Sauberkeit sind. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für dieses großartige Ergebnis“, sagt Julia Jacob, erste Bürgermeisterin der Stadt Essen.

Zusammen mit Ehrenamtlichen des Essener Turn- und Fechtklub e.V. (ETUF) sammelte das Stadtoberhaupt an den Ufern des Baldeneysees. Dabei waren sie in guter Gesellschaft. Von der Ruhr-Quelle in Winterberg bis zur Duisburger Mündung in den Rhein organisieren sich am 11. September ehrenamtliche Gruppen, die am Ufer, im und auf dem Wasser der Ruhr Müll und Unrat zur ordnungsgemäßen Entsorgung sammeln. Um eine breite Beteiligung zu ermöglichen, wurde in Essen an drei Tagen das Sammeln ermöglicht. Dank Sponsoren wurden alle Engagierten kostenfrei mit Zangen und Müllsäcken ausgestattet.

„Gesammelt wurde in Kupferdreh, Werden, Fischlaken, Heisingen, Bredeney, Überruhr, Steele, Kettwig, Horst, Byfang und Burgaltendorf. Viele Einzelpersonen, Familien und Nachbarschaften waren aktiv. Vereine mit direktem Wasserbezug haben ihr oft ganzjähriges Engagement um den RuhrCleanUp erweitert“, berichtet Hendrik Rathmann von der Ehrenamt Agentur Essen e. V. Der Verein organisiert die noch junge Aktion im Auftrag der Stadt Essen.

Zahlreiche Vereine und Gruppen wie z. B. der Steeler Kanu Club, die Kettwiger Geocacher, der MTG Horst, die Kettwiger Rudergesellschaft oder der Heisinger Kanu-Klub Zugvogel e. V. waren an, im und auf dem Wasser aktiv. Gemeinnützige Einrichtungen, Serviceclubs und Parteien, Unternehmen und vereinzelt ruhrnahe Kitas und Schulen engagierten sich ebenfalls tatkräftig.

Die Aufräumaktion hat einen ernsten Hintergrund. In und an der Ruhr wird täglich Plastikmüll, Unrat und Sperrmüll entsorgt. Jährlich landen mehrere Tausend Tonnen Müll von Land aus in den Fließgewässern Europas und gelangen letztlich in die Weltmeere. Plastikmüll, Kippenstummel und Schrott in Flüssen stellen eine gravierende Bedrohung für unser globales und lokales Ökosystem dar.

Nach dem Sammeln folgt die fachgerechte Entsorgung. Die Entsorgungsbetriebe Essen übernehmen die Abfalllogistik und haben Teilbereiche entlang der Ruhr bestimmt, an denen der gesammelte Müll im Laufe der darauffolgenden Woche abgeholt wird. Engagierte können ihre Funde in verschlossenen Müllsäcken an die städtischen Mülleimer entlang des Ruhrufers legen.

Unterstützt und ermöglicht wird der RuhrCleanUp Essen durch die Sparkasse Essen, den Ruhrverband und die Stadtwerke Essen. Gemeinsam wollen die Beteiligten das lokale Ehrenamt fördern und Bewusstsein für mehr Gewässerschutz und ökologisches Handeln schaffen.

Gemeinsam für Sauberkeit: Mehr als 800 Freiwillige engagierten sich beim RuhrCleanUp Essen 2022. Foto: Sven Lorenz

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